Fantasievolle Lesewelten

Bianka Röper


                                                          

 

 

 

  Der zweite Romsn ist bereits in Arbeit :-)

Zwischen zwei Welten

 

 

 

Sie warf den Kopf unruhig hin und her. Ihre Augenlider flatterten und ihre Muskeln verkrampften sich. Laut schrie sie auf, gequält von einem Alptraum, der sie gefangen hielt. Sie konnte nicht aufwachen, obwohl sie es sich doch son sehr wünschte. Sie wusste, es war ein Traum, ein schrecklicher Traum. Umsomehr betete sie, ihr Wecker möge endlich klingeln und sie daraus befreien, doch sie hoffte vergeblich. Der Alptraum quälte sie weiter. Eisern hatte er sie in seinen Fängen und ließ sie nicht los. Immer wieder sah sie diese furchtbaren Bilder vor sich und sie konnte ihnen nicht entfliehen. Sie versuchte, sich gegen die Bilder zu wehren, doch sie schaffte es einfach nicht. Erbarmungslos zeigten sie sich immer wieder auf die grausamste Weise. Plötzlich spürte sie, wie sie unsanft geschüttelt wurde. Endlich verschwammen die Bilder des Alptraums und sie erwachte. Dankbar das es endlich vorbei war, schlug sie die Augen auf und schaute in das besorgte Gesicht ihres Verlobten. „Was war denn los? Du hast im Schlaf geschrien. Hattest du wieder diesen schrecklichen Alptraum?“, fragte er voller Mitleid. Langsam nickte sie. Darüber reden wollte sie im Moment nicht, denn sie fühlte sich matt und schwach, wie immer, wenn sie diesen Alptraum gehabt hatte. Warum nur kam dieser quälende Traum immer und immer wieder? Maren fragte sich schaudernd, ob ihr Unterbewusstsein ihr irgendetwas damit sagen wollte. Wenn ja, was? „Ich bin total fertig. Ich geh erstmal duschen.“, sagte sie und stand auf. Ihre Beine zitterten. Es fühlte sich an, als hätte sie Pudding statts Gelenke in den Knien. Sie taumelte kurz vor Schwäche und kämpfte um ihr Gleichgewicht, dann fing sie sich aber wieder und schleppte sich ins Bad.

Als sie unter der Dusche stand, entspannte sie sich langsam. Die prickelnden Strahlen aus Wasser auf Marens Haut taten ihr unheimlich gut, aber trotzdem gingen ihre Gedanken immer wieder zu diesem schrecklichen Alptraum zurück. Sie überlegte, ob sie deswegen einen Arzt aufsuchen sollte, doch diesen Gedanken verwarf sie gleich wieder. Zu sehr fürchtete sie, das der Arzt sie für verrückt halten könnte. Sie stellte die Dusche ab, nahm ihr großes, flauschiges Badehandtuch und rubbelte sich trocken. Ja, jetzt fühlte sie sich schon etwas besser. Zufrieden striff sie sich ihren Bademantel über und ging zum Spiegel, um sich die Haare zu fönen. Sie blickte in den Spiegel und stieß einen schrillen Schrei aus. Dieses Gesicht, das ihr dort aus dem Spiegel entgegenblickte, war nicht das ihre. Es war das eines Mannes, der ihr einmal sehr vertraut gewesen war. Die Tür des Bades öffnete sich und Maren fuhr zusammen. Das Gesicht von Dave, ihrem Verlobten zeigte sich und sie atmete innerlich auf, das nur er es war, der nun durch den Spalt der Tür schaute. „Was hast du? Alles in Ordnung? Du hast geschrien.“, fragte er gleich. „Es ist alles ok. Ich bin wohl nur so fertig, das ich mich wohl vor mir selbst erschrocken habe.“, meinte sie und deutete auf den Spiegel. Erleichtert registrierte Maren, das Dave sich beruhigt zeigte und er das Bad wieder verließ. Die Wahrheit hatte sie ihm unmöglich sagen können, sonst hätte er sie vielleicht auch für verrückt gehalten. Sie zweifelte ja bereits selber an ihrem Verstand!

 

 

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